1.349 Zuschauer sahen an diesem Nachmittag im Kilia Stadion einen wahren Footballkrimi zwischen den Kiel Baltic Hurricanes und den Pforzheim Wilddogs. Mit 26:22 (0:7/13:9/7:0/6:6) holten die Kieler beim Johanniter Gameday den wichtigen dritten Saisonsieg in der effect® ENERGY GFL, der sie vom siebten auf den fünften Tabellenplatz vorrücken lässt. Das Interconference-Spiel der Canes gegen den Tabellenzweiten der GFL-Süd war die erste Begegnung in der Geschichte der beiden Teams, die bis zur letzten Sekunde spannend bleiben sollte.
„Absolute Teamleistung. So ein Spiel gewinnt kein einzelner, sondern nur ein Team", fasste Head Coach Timo Zorn zusammen. „Und das Stadion war heute so laut wie lange nicht. Die Fans haben uns getragen.“
Die KBH Cheerleader und Dancers eröffneten den Spieltag, bevor die Mannschaften ins Stadion einliefen. Das erste Highlight des Tages waren die Rettungshunde der Johanniter, die den Spielball auf einem kleinen Wagen liegend ins Stadion brachten. Landtagspräsidentin Kristina Herbst führte den Münzwurf vor Spielbeginn durch.
Nach jeweils zwei erfolglosen Angriffsserien beider Teams konnten die Wilddogs kurz vor Ende des ersten Viertels den ersten Touchdown erzielen und gingen kurz darauf im zweiten Quarter durch einen Interception Return mit 13:0 in Führung. Doch die Hurricanes antworteten prompt. Isaiah Harris trug den Kickoff Return zum Touchdown zurück und bald darauf legte Lars-Ole Gloe nach Pass von PJ Settles nach. Anouscheh Fulford schoss den Extrapunkt zum 13:13 Ausgleich. Doch die Gäste verwandelten vor Pause noch ein Fieldgoal zum 16:13 aus Sicht der Pforzheimer.
Auch die zweite Halbzeit blieb umkämpft. In einem vierten Versuch lief PJ Settles über vier Yards zum nächsten Touchdown, der die Canes nach Extrapunkt von Fulford mit 20:16 in Führung brachte. Doch die Wilddogs legten im vierten Viertel noch einmal nach. Ein Touchdownpass von Dre Harris auf AJ Coon dreht den Score wieder auf 22:20 für die Gäste. Der anschließende Kick Return durch Paul Mäusling brachte die Kieler in der Feldmitte wieder in Ballbesitz. Kurz darauf fand Settles Jarvis McClam mit einem 35-Yard Pass, den dieser zum Touchdown zum 26:22 trug. Die anschließende 2-Point Conversion gelang nicht, doch die Hurricanes Defense erzwang daraufhin ein Turnover on Downs und ließ keine weiteren Punkte zu. Die Offense konnte die letzten Minuten kontrollieren und schließlich das Spiel mit der schönsten Formation im Football beenden. Als PJ Settles die letzten Sekunden abkniete, brach der Jubel im Kilia Stadion aus über den wichtigen dritten Saisonsieg.
Parallel spielten die Berlin Rebels gegen die Düsseldorf Panther (13:29) und die Braunschweig Lions gegen die Potsdam Royals (0:61). Durch den eigenen Sieg der Canes und die Niederlagen der Rebels und Lions, stehen die Kieler nun auf Platz fünf der GFL Nord. Am kommenden Samstag müssen sie zum Rückspiel bei den Potsdam Royals antreten, bevor am letzten regulären Spieltag am 29. August die Hildesheim Invaders zum letzten Heimspiel, dem White Out Game, nach Kiel kommen.
Kiel Baltic Hurricanes – Pforzheim Wilddogs
26:22
(0:7/13:9/7:0/6:6)
1. Qtr
0:7 #33 Theo Michl, 19.Yard Pass #13 Drequan Harris. PAT #1 Luca Hirschberger
2. Qtr
0:13 #7 Nick Oliver, Interception Return. PAT failed
6:13 #19 Isaiah Harris, 90-Yard Kickoff Return. PAT failed
13:13 #10 Lars-Ole Günter Gloe, 2-Yard Pass #9 PJ Settles. PAT #7 Anousheh Fulford
13:16 #1 Luca Hirschberger, 33-Yard Fieldgoal
3. Qtr
20:16 #9 PJ Settles, 4-Yard Lauf. PAT #7 Anousheh Fulford
4. Qtr
20:22 #10 AJ Coons, 8-Yard Pass #13 Drequan Harris. PAT failed
26:22 #2 Jarvis McClam, 35-Yard Pass #9 PJ Settles. 2-PC failed
Fotos: Marc Seefeldt