Das zehnte White Out Game der Kiel Baltic Hurricanes zum Abschluss ihrer Saison 2026 in der effect® ENERGY GFL sollte zum Overtime-Krimi werden. 1.660 Zuschauer im Kilia Stadion erlebten am Samstag einen gelungenen Spieltag präsentiert vom Casino Kiel, den nur das Ende der Partie etwas trübte. Mit 30:36 (6:0/16:8/0:8/8:14/0:6) mussten sich die Hurricanes nach der Verlängerung den Hildesheim Invaders geschlagen geben.
„Wir haben immer wieder Antworten gefunden, um den Ball kontinuierlich zu bewegen. Am Ende hat Hildesheim das eine Play mehr gemacht. Die Jungs hätten es heute echt verdient gehabt“, sagte Head Coach Timo Zorn am Ende des Tages.
Die KBH Dancers und Cheerleader eröffneten den Spieltag auf dem Feld mit einer großen Pregame Show mit Auftritten von fünf Dance und Cheer Teams. Anschließend präsentierte Janine Heuck von Sophienhof den Spielball und Tilo Schwonbeck, Direktor des Casino Kiels, führte den Münzwurf durch, welchen Hildesheim gewann und die Hurricanes in der ersten Hälfte anfangen ließ. Und die Hurricanes Offense startete stark in die Partie. Mit einem langen, aggressiven Drive arbeiteten sie sich über das Feld und schließlich bis zum ersten Touchdown des Tages durch Lorenz Rotermund. Der PAT misslang, so dass die Canes mit 6:0 in Führung gingen.
Zu Beginn des zweiten Quarters zogen die Invaders nach. Quarterback Karon Johnson lief direkt selbst in die Endzone für den Touchdown und die anschließende 2-Point Conversion zum 6:8 aus Kieler Sicht. Nach jeweils einer erfolglosen Angriffsserie mit einem ausgespielten vierten Versuch beider Teams, konnten die Hurricanes wieder vorlegen. Erst erlief Running Back Collins Kamara seinen ersten Touchdown mit den Canes. Lorenz Rotermund sorgte für die 2-Point Conversion zum 14:8. Dann fing Rob Revels einen Pass der Invaders ab und trug den Ball in die Endzone zum nächsten Touchdown. PJ Settles erlief die anschließende 2-Point Conversion zum 22:8 Halbzeitstand.
Nach der Pause konnten die Hildesheimer durch einen weiteren Touchdown von Karon Johnson plus 2-Point Conversion durch Jocques Crawford auf 22:16 verkürzen. Beide Teams kämpften unaufhörlich weiter. Die Invaders stoppten die Hurricanes im folgenden Drive in einem vierten Versuch bei noch einem Yard zu gehen. Darauf folgten die ersten beiden Punts des Spiels erst durch Hildesheim, dann durch die Kieler Offense. Die Invaders arbeiteten sich anschließend mit einem langen Drive über das Feld und schließlich lief Quarterback Hendrick Scharnbacher zum nächsten Touchdown. Nach der 2-Point Conversion durch Crawford führte Hildesheim nun mit 24:22. Doch auch die Hurricanes drängten weiter in Richtung Endzone. Mit einem Pass von PJ Settles auf Jarvis McClam und den anschließenden Extrapunkten durch Isaiah Harris gingen sie wieder mit 30:24 in Führung.
Knapp eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit konnten die Invaders durch einen Touchdownlauf von Jeremie Kwanzambi Beni zum 30:30 ausgleichen. Die 2-Point Conversion gelang nicht. Beim anschließenden Kickoff Return durch Isaiah Harris hielt es niemandem im Stadion auf den Sitzen, als Harris den Ball über das gesamte Feld bis in die Endzone trug. Doch eine Holding-Strafe machte den Touchdown zunichte, so dass die Partie in die Verlängerung ging. Die Hurricanes erhielten als Erste das Angriffsrecht, konnten ihre Serie jedoch nicht mit Punkten abschließen. Am Ende standen die Invaders im vierten Versuch an der Kieler 1-Yard Linie. Von dort sorgte Karon Johnson mit seinem dritten Touchdown an diesem Tag für die Entscheidung.
Für die Invaders änderte der Sieg nichts mehr an der Tabellenposition. Sie ziehen als Dritte der GFL Nord in die Playoffs und reisen in zwei Wochen zum Viertelfinale nach Pforzheim. Die anderen drei Playoff-Partien werden Dresden vs München, Schwäbisch Hall gegen Düsseldorf und Potsdam gegen Ravensburg.
Die Hurricanes hätten mit einem Sieg Platz fünf der Abschlusstabelle gesichert und beenden die Saison nun auf Rang sechs, da im Parallelspiel die Braunschweig Lions die Berlin Rebels mit 23:20 besiegten und sich somit an Kiel vorbei schoben. Für die Rebels wiederum ist damit besiegelt, dass sie am 12.09. in den Playdowns gegen die Allgäu Comets, den Siebten in der GFL Süd, um den Verbleib im Oberhaus antreten müssen.
Kiel Baltic Hurricanes – Hildesheim Invaders
30:36
(6:0/16:8/0:8/8:14/0:6)
1. Qtr
6:0 #22 Lorenz Rotermund, 2-Yard Lauf. PAT fehlgeschlagen
2. Qtr
6:8 #0 Karon Johnson, 14-Yard Lauf. 2-PC #0 Karon Johnson
14:8 #29 Collins Kamara, 3-Yard Lauf. 2-PC #22 Lorenz Rotermund
22:8 #8 Rob Revels, 20-Yard Interception Return. 2-PC #9 PJ Settles
3. Qtr
22:16 #0 Karon Johnson, 37-Yard Lauf. 2-PC #16 Jocques Crawford
4. Qtr
22:24 #8 Hendrick Scharnbacher, 3-Yard Lauf. 2-PC #16 Jocques Crawford
30:24 #2 Jarvis McClam, 18-Yard Pass #9 PJ Settles. 2-PC #19 Isaiah Harris
30:30 #21 Jeremie Kwanzambi Beni, 13-Yard Lauf. 2-PC fehlgeschlagen
OT
30:36 #0 Karon Johnson, 1-Yard Lauf