05.07.2017

Quarterback Niko Fortino (Foto: Stefan Stuhr)

Receiver Max Zimmermann (Foto: Stefan Stuhr)

Kiel, 05.07.1017 – Am Samstag starten die Kiel Baltic Hurricanes bei den Berlin Adlern in die zweite Saisonhälfte. Um 16 Uhr ist Kickoff im Berliner Poststadion zum Rückspiel zwischen den derzeit Tabellenzweiten aus Kiel und den auf Platz sieben stehenden Adlern. Das Hinspiel in Kiel konnten die Hurricanes Mitte Juni mit 35:6 gewinnen. Seitdem mussten die Canes in Braunschweig ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Für die Kieler zählt nun, den Lions weiter auf den Fersen zu bleiben und die Verfolger auf Abstand zu halten und dafür soll der 25. Sieg gegen die Berlin Adler geholt werden. 24 Mal waren die Hurricanes bereits erfolgreich gegen die Hauptstädter seit man 1996 erstmals aufeinander traf, sieben Mal gewannen die Adler, einmal trennte man sich unentschieden. Die letzte Niederlage gegen die Berliner war dabei der German Bowl 2009, für die sich die Kieler 2010 revanchierten, als sie ihren ersten Titel holten.

Die jüngere Geschichte der Adler steht weiter ganz im Zeichen von Umbruch und Neuaufbau. Zu zwei der zentralen Figuren gehören hierbei die Brüder Paul und Max Zimmermann. Quarterback Paul spielt seine zweite GFL-Saison und bereits im letzten Jahr trug der ehemalige Jugendnationalspieler die Last, den Angriff der Adler zu führen und war damit nicht nur einer der wenigen Deutschen auf der zentralen Spielmacherposition, sondern mit 20 Jahren auch der jüngste Starting Quarterback der Liga. Zwar musste er in 2016 mit die meisten Quarterback Sacks in der GFL einstecken und beendete die Saison mit den Adlern auf dem vorletzten Tabellenplatz, doch sein Talent zeigte sich immer wieder und die Berliner versuchten, ihren Angriff um Zimmermann herum für 2017 zu verstärken. In dieser Saison verletzte er sich jedoch und fiel längere Zeit aus, so dass die Adler den Amerikaner Niko Fortino holten, der gegen Kiel vor drei Wochen sein erstes Spiel absolvierte und nun um einiges besser mit seinem neuen Team eingespielt sein sollte. Einer seiner Passempfänger ist Paul Zimmermanns Bruder Max, der sich in dieser Saison zu einer weiteren Stütze des Adler-Angriffs entwickelt. In seinen bisher vier Spielen fing der Wide Receiver drei Touchdowns und erzielte im Durchschnitt knapp 100 Yards pro Spiel. Auch gegen Kiel konnte er der Defense ein ums andere Mal entwischen, so dass am Ende 108 Yards und der einzige Berliner Touchdown an diesem Tag auf seinem Konto standen.

In der Defense der Adler gibt Linebacker-Import Burton de Koning den Ton an. Der Amerikaner spielte für die California Polytechnic State University und stand 2016 in der kanadischen Profiliga für die Ottawa Redblacks auf dem Feld. Er ist der Leading Tackler der Berliner und konnte neben 58 Tackles, sieben für gegnerischen Raumverlust und auch drei Interceptions verbuchen. Die beiden gefährlichsten Quarterback-Jäger sind die Defensive Linemen David Leisegang und der Schwede Filip Palmqvist. Zusammen sind sie für sieben Sacks verantwortlich, wobei Palmqvist drei in nur zwei Spielen beisteuerte. Im Hinspiel fiel der ehemalige Teamkamerad von Jared Stegman aus Uppsala noch mit einer Fußverletzung aus.

Für die Adler, die bislang nur ihr Auftaktspiel in Hamburg gewinnen konnten, wäre ein Sieg immens wichtig, um sich weiter vom Hamburger Tabellenschlusslicht absetzen zu können. Außerdem schaut man in der Hauptstadt auch auf das Fernduell mit den Hildesheim Invaders. Gegen die Niedersachsen mussten die Adler vor zwei Wochen mit 6:24 ihre letzte Niederlage hinnehmen, die gleichzeitig Hildesheims erster Saisonsieg war. Dadurch stehen die Invaders nun auf Platz sechs vor den Adlern. Sie müssen am Sonntag bei den Berlin Rebels antreten. Ebenfalls am Sonntag empfangen die Cologne Crocodiles die Hamburg Huskies. Bereits am Samstag um 15 Uhr kommt es in Dresden zum Rückspiel zwischen den Monarchs und den New Yorker Lions.

Das Spiel wird im Radio-Stream der Adler ab 15:45 Uhr übertragen.

Kategorie: Topnews, KBH 1

Von: Bettina Büll

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