12.09.2017

Acht Teams starten an diesem Wochenende in die Playoffs und keines davon will „one and done“ also nach der ersten Runde raus sein. So spannend bestimmte Spiele in der Saison auch sind, wenn es um die Tabellenführung und um die beste Ausgangsposition für die Playoffs geht, die Endrunde mit ihren KO-Spielen bietet auf vier Wochen komprimierte Höchstspannung und stellt auch für die Teams eine besondere Herausforderung dar - sowohl körperlich als auch mental. Denn es gibt kein Rückspiel, keine einfachen Spiele, es heißt gewinnen oder Saisonende. Da zählt neben Fitness und 100%iger Aufmerksamkeit auch Nervenstärke und es macht sich auch Erfahrung in Playoff-Situationen und Endspielen bemerkbar. All dies sorgt für eine höhere Intensität, die am Spieltag geradezu spürbar ist.

Von den acht Teams, die an diesem Wochenende um den Einzug ins Halbfinale kämpfen, sind fünf Playoff-Dinos und drei relative Newcomer. Braunschweig will den fünften Titel in Folge und den zwölften insgesamt holen, die Canes haben das elfte Jahr in Folge die Playoffs erreicht und halten damit die längste aktive Serie der GFL, Schwäbisch Hall wurde zum siebten Mal hintereinander Südmeister und steht das neunte Jahr in den Playoffs, Dresden ist das 15. Jahr in der GFL und nimmt zum 13. Mal an der Endrunde teil und die Marburger sind nach zwei Jahren Talfahrt und Neuaufbau wieder unter den letzten acht, nachdem sie zuvor von 2004 bis 2014 in den Playoffs standen. Seitdem hat sich das Team naturgemäß verändert und auch bei den Baltic Hurricanes stehen in diesem Jahr viele junge Spieler im Team, für die es die erste Playoffteilnahme wird.

Die Berlin Rebels und Samsung Frankfurt Universe haben beide zum zweiten Mal das Viertelfinale erreicht. In 2016 verloren die Frankfurter in der ersten Runde gegen Kiel, die Rebels mussten wie in 2017 nach Schwäbisch Hall und unterlagen mit 14:24. Um 17 Uhr beginnt am Samstag das Spiel der beiden in Hall und Experten räumen den Rebels in diesem Jahr sogar etwas bessere Chancen ein, erstmals auch die zweite Runde, also das Halbfinale zu erreichen. Unter der Voraussetzung, dass die Hurricanes ihr Viertelfinale gewinnen, könnte ein Sieg der Berliner dann sogar ein weiteres Heimspiel in Kiel am kommenden Wochenende bedeuten, denn im Halbfinale hat das Team Heimrecht, das am Ende der regulären Saison besser platziert war. Gleich in ihrer Aufstiegssaison erreichten die Ingolstadt Dukes zum ersten Mal die Playoffs. Sie müssen am Sonnabend um 18 Uhr bei den Lions in Braunschweig antreten. Dabei werden ihnen gegen den erfahrenen Titelverteidiger eher Außenseiterchancen zugetraut.

Am Sonntag findet dann in Frankfurt das vierte Viertelfinale statt. Mit Spannung wird die erste Begegnung zwischen der Universe und den Monarchs erwartet. Frankfurts Defense glänzte in diesem Jahr mit den wenigsten zugelassen Punkten pro Spiel und einer starken Passverteidigung mit den meisten Interceptions in der Liga. Die Dresdner kommen mit ihrem starken Angriff um Quarterback Safron und seine Receiver Crew. Der Sieger dieser Partie wird dann zum Halbfinale nach Braunschweig reisen müssen oder Ingolstadt empfangen.

Video: GFL Playoffs Trailer

 

 

Kategorie: KBH 1, Topnews, GFL

Von: Bettina Büll

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