13.09.2017

Marburg Quarterback Chad Jeffries (Foto: Sebastian Leis - RedVisionMedia.com)

Philip Lanieri (Foto: Sebastian Leis - RedVisionMedia.com)

Kiel, 13.09.2017 – Auf den Tag genau zehn Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen mit den Marburg Mercenaries stehen die Kiel Baltic Hurricanes den Hessen am Samstag erneut in einem Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft gegenüber. Am 16.9.2007, in ihrer ersten Saison nach dem Wiederaufstieg, traten die Hurricanes in Marburg an und verloren mit 16:21. Mit Tim Egdmann, der 2007 seine erste GFL-Saison spielte, und Oliver Beeck, für den das Viertelfinale nach dem Ende der Jugendsaison das erste Herrenspiel war, sind in den Reihen der Kieler noch zwei Aktive dabei. An diesem Samstag müssen nun die „Söldner“ nach Kiel reisen. Spielbeginn wird um 16 Uhr im Kilia Stadion sein, Einlass auf den Vorplatz ab 14 Uhr.

„Die Vorfreude auf das erste Playoff-Heimspiel in Kiel seit 2012 ist riesig bei uns allen! Wir sind sehr stolz, dass wir es das elfte Jahr in Folge in die Endrunde geschafft und auch unser Ziel, das Viertelfinale zuhause spielen zu können, erreicht haben. Die letzten beiden Spiele, in denen es um nichts mehr ging, haben wir nicht gut gespielt. Aber sie waren eine Erinnerung daran, dass man Nichts geschenkt bekommt und das gilt besonders für die Playoffs. Ab jetzt zählt jedes Play!“, so Hurricanes Geschäftsführer Gunnar Peter.

Im Viertelfinale treffen die zweitplatzierten Hurricanes auf den Dritten der GFL Süd, die Marburg Mercenaries. Der Sieger spielt eine Woche später gegen den Gewinner der Partie zwischen dem Südmeister Schwäbisch Hall und dem Vierten der Nordstaffel, den Berlin Rebels, die am Samstag um 17 Uhr spielen. In den anderen zwei Viertelfinalspielen empfangen die New Yorker Lions die Ingolstadt Dukes (Samstag, 18 Uhr) und Samsung Frankfurt Universe spielt gegen die Dresden Monarchs (Sonntag, 15 Uhr).

Nach zwei eher mauen Saisons, die die Marburger auf Platz sechs respektive sieben beendeten, läuteten sie für 2017 Umbruch und Aufschwung ein - und beides gelang. Mit ihrem neuen Cheftrainer Dale Heffron, der zuvor in der GFL 2 in Potsdam Bielefeld coachte, gingen die Hessen die Saison unter dem Motto „something to prove“ an, denn beide hatten etwas zu beweisen. Heffron freute sich bei Amtsantritt auf die Herausforderung GFL und das Team wollte statt gegen wie 2016 um die rote Laterne zu spielen, wieder in den Playoffs mitmischen. Und der Plan ging auf: in 2017 stehen die Marburger zum 12. Mal in ihrer 15. Bundesligasaison in der Endrunde.

Die große Stärke war dabei in dieser Saison bisher der Passangriff um Quarterback Chad Jeffries, der diese Position Anfang Juni für den verletzten Emmanuel Lewis übernahm. Insgesamt konnten die Mercenaries bislang 3.767 Passing Yards und 33 Touchdowns durch die Luft verbuchen. Dagegen stehen allerdings nur 849 Rushing Yards und 12 erlaufene Touchdowns. Running Back Andrecus Lindley konnte mit 493 Yards bisher nur knapp ein Viertel der Laufyards eines Chris McClendon verbuchen, wird allerdings erfolgreich auch im Passspiel eingesetzt und steuerte hier 660 bei. Damit liegt er bei den Receivern auf Rang drei hinter seinen Teamkollegen Robert Johnson (765 Receiving Yards) und Philip Lanieri (1.126). Damit wird es für die Hurricanes in der Passverteidigung besonders darauf ankommen, Lanieri und seine Kollegen zu decken und in der Defensive Line Druck auf Quarterback Jeffries auszuüben.

Erstmals sind alle vier Viertelfinalpartien zudem live im Internet auf der Plattform der GFL zu sehen. Unter www.live.gfl-internet-tv.de sind alle vier Spiele aufrufbar.

Kategorie: KBH 1, Topnews

Von: Bettina Büll

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