09.08.2017

Alex Tounkara erzielte bisher 10 Touchdowns für die Rebels (Foto: Christian Goßlar)

Quarterback James Harris (Foto: Christian Goßlar)

Kiel, 09.08.2017 – Jeder Punkt zählt jetzt für die Kiel Baltic Hurricanes. Wenn am Samstag die Berlin Rebels nach Kiel kommen, soll der zweite Tabellenplatz verteidigt werden. Dafür zählt nun jedes der vier verbleibenden Spiele, wovon die Canes drei gegen die direkten Verfolger aus Dresden und Berlin absolvieren müssen. Zum Anfang dieses Restprogramms empfangen die Hurricanes am diesem Samstag die Rebels im Kilia Stadion. Spielbeginn ist um 16 Uhr, der Vorplatz öffnet um 14 Uhr.

 

In 2016 überraschten die Rebels als sie mehrere Wochen die Tabelle der GFL Nord anführten, nachdem sie mit einem 19:17 im ersten Saisonspiel gegen die Hurricanes den ersten Sieg in der höchsten Spielklasse gegen die Kieler einfuhren. Dem Sieg gegen die Canes durch einen Touchdownpass in letzter Sekunde folgten ein Unentschieden gegen Dresden und ein Sieg gegen verletzungsgeschwächte Braunschweiger. Am Ende wurden die Rebels Vierter und erreichten damit erstmals in ihrer Geschichte die Playoffs. Nun sind die Rebellen auf dem besten Weg ein zweites Mal die Endrunde zu erreichen und haben auch noch Chancen, Platz zwei zu erreichen und dieses Mal im Viertelfinale vielleicht nicht auf Reisen gehen zu müssen. Das ist auch das erklärte Ziel der Hurricanes, die zwar vorrangig den elften Playoff-Einzug in Folge erreichen wollen, aber nach vier Saisons, in denen sie reisen mussten, für ein Viertelfinale zu Hause kämpfen. Somit ist eine spannende Schlussphase garantiert, die am Samstag beginnt, wenn die Hurricanes zum ersten Mal in dieser Saison auf die Rebels treffen. 

 

Dreh- und Angelpunkt des Berliner Angriffs war in den letzten Jahren Running Back Larry McCoy. Der Amerikaner war in den beiden vorherigen Saisons der erfolgreichste Rusher der Liga. In 2017 war er bislang jedoch nicht so effektiv wie gewohnt. Dennoch sind sowohl er als auch der niederländische Neuzugang Chris Smith, der zuletzt in Braunschweig spielte, immer gefährlich. Und auch Quarterback James Harris hat bereits bewiesen, dass auch er laufen kann. Mit Alexander Tounkara, Nationalspieler Nicolai Schumann, Dominik Helmhold, Darius Outlaw und Gregor Lietzau stehen Harris zudem starke Anspielstationen zur Verfügung. 

 

Auch die Defense der Berliner ist in diesem Jahr wieder stark und liegt nach im Schnitt zugelassenen Punkten (21,4) und Yards (318,4) nahezu gleichauf mit den Hurricanes (21,7/306,4). Ligaweit liegen die beiden Teams damit auf Platz fünf und sechs. Vor allem in der Passverteidigung zeigten sich die Rebels dabei bisher stark, hier liegen sie im Ligavergleich auf Rang drei. In der Laufverteidigung stehen sie derzeit nur auf Platz elf und bekommen es am Samstag mit den Kielern mit dem statistisch zweistärksten Laufangriff der Liga zu tun.

 

Nach der zweiten Niederlage gegen die New Yorker Lions vor zwei Wochen haben die Baltic Hurricanes nur noch eine rechnerische Chance auf die Nordmeisterschaft. Da die ungeschlagenen Braunschweiger in den kommenden vier Wochen jedoch nur noch gegen Teams auf den Plätzen fünf bis sieben spielen, ist nicht zu erwarten, dass sie davon mindestens drei Partien verlieren. Damit gilt die volle Aufmerksamkeit der Verteidigung des zweiten Platzes, den auch die Rebels und die Monarchs noch im Auge haben. Das macht jedes der vier letzten Spiele der regulären Saison zu kleinen Endspielen. 

 

Kategorie: Topnews, KBH 1

Von: Bettina Büll

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