Kiel Baltic Hurricanes - The Greatest Show on Grass!

Deutscher Vizemeister 2008 + 2009

Zelten am See - oder Wie überlebe ich 3 Tage Anarchie

Montagmorgen: fieses Weckerklingeln reißt mich aus meinem traumlosen Schlaf. Völlig gerädert quäle ich mich aus dem Bett - immerhin hatte ich endlich wieder ein Bett gehabt. Schnell Kaffee kochen, ein Blick in den Badezimmerspiegel lässt mich schlagartig hellwach sein und die entsetzte Frage prangte auf meiner Stirn: „Wer in dreiteufelsnamen ist die achtzigjährige Frau in meinem Bad????". Langsam kehrte die Erinnerung zurück. Ich hatte es überlebt - DAS ZELTEN AM SEE. Wie genau es nun zu meinem desolaten Zustand kam, werde ich nachstehend versuchen, dem interessierten Leser nahe zu bringen, so etwas darf man seinen Mitmenschen schließlich nicht vorenthalten *grins über alle backen*.

Es begann an einem Freitagmorgen, fröhlich pfeifend war ich in Gedanken schon am See, während meine innere Stimme mir zuflüsterte: „Hey Sanne, weißt Du eigentlich, dass Du gerade Deine letzte Dusche für die nächsten 48 Stunden gehabt hast????". „Jaaahaahaaa, weiß ich, aber macht gar nix. Es gibt wieder jede Menge Spaß und wer braucht da schon ne Dusche". Als ich dann Fenja in den Bus nach Italien gesetzt hatte, schlug ich um halb zwei am See auf, mit dem Gedanken: „Wer braucht schon Urlaub in Italien, wenn es den See gibt???!!!". Böse Vorstandszungen behaupten ja es wäre kein See, aber das habe ich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch geklärt. Der Rasen war jedenfalls schon mal gemäht. Man man, da waren Coach Boone und der Qubi richtig fleißig gewesen und das erste Zelt stand auch schon fast. Also, hieß es mit anpacken, aber: VORSICHT - mit Männern Zelte aufzubauen, ist genauso schlimm, wie mit ihnen zusammen zu tapezieren - der Ärger ist schlichtweg vorprogrammiert. Unter üblen gegenseitigen Verwünschungen und Wutausbrüchen, haben wir es dennoch geschafft drei Zelte aufzubauen und wir gönnten uns ein Päuschen. Hier staunte ich das erste Mal nicht schlecht, dass mir der Qubi, obwohl er ziemlich kaputt war, doch tatsächlich einen Stuhl aus dem Container holte, mit den Worten: „Bitte Madame" - damit auch ich sitzen konnte. In solchen Momenten sieht man mich dann über alle 25 Backen strahlen, *seufz* ich liebe diese kleinen Nettigkeiten. Oder durchlebte der Bengel gerade die Erziehungsphase „Sei immer hilfsbereit älteren Mitmenschen gegenüber", das muss ich wohl noch mal hinterfragen. Es war 16.00 Uhr und schlagartig war es vorbei mit der Ruhe, denn die Kids samt Eltern trudelten ein. Der Tisch vor mir füllte sich langsam mit leckeren Salaten und Kuchen und Eltern verschwanden ebenso schnell wieder, wie sie gekommen waren. Nicht bevor sie uns noch mit einem leicht süffisantem Grinsen ein schönes Wochenende gewünscht hatten, so habe ich es zumindest empfunden. Aber es gibt ja auch mutige Eltern: Markus, Ronny + Nicky, Petra + Micha und Anke stellten sich aber der Herausforderung. „Tja Leute", dachte ich nur, „ich hab Euch gewarnt" - ICH weiß was auf mich zukommt, IHR glaub ich noch nicht so wirklich *grins diabolisch*. Während wir Eltern gemütlich ein Käffchen tranken, waren die Jungs schon im See und veranstalteten wilde Seeschlachten, dank der zwei Surfbretter die Ronny noch mitgebracht hatte. Ebenso nicht zu verachten, dass sich in seinem Handgepäck ein Stromaggregat befand, welches uns den Luxus verhieß mit einer Kaffeemaschine Kaffee zu kochen, anstatt Wasser mühselig auf einem zweiflammigen Gasherd zu erwärmen.

Nun zu den Jungs: Coach Onno begrüßte mich mit den Worten, ich möge ihn bitte nicht Onno nennen dieses Wochenende, sondern Casino King - ne ist schon klar Onno, mach ich. Man, dachte ich, ist doch noch früh und es geht jetzt schon los. Einige Jungs brachten erst einmal ihre Sachen an das andere Ende vom See, möglichst weit weg von uns. So ist richtig Jungs, ich will hier schließlich meine Ruhe haben. Der Casino King wurde dabei mit seinem Beautycase gesichtet, ich hätte ja zu gerne mal einen Blick in das kleine Silberköfferchen geworfen, aber es blieb mir das ganze Wochenende verwehrt. Na ja, muss ja auch nicht jeder wissen, wat son Coach alles an Cremes und Duftwässerchen am See benötigt, damit der gestählte Body nicht nur gut aussieht, sondern auch noch gut riecht und die Haut schön samtig bleibt *kicher*. Man(n) kann schließlich nie wissen, was für eine Schnecke einem noch über den Weg läuft.

Dann habe ich erst einmal meine Schlafstätte nach oben beordert (4 Mann - 4 Ecken) und an meinem Lieblingsplatz aufstellen lassen. Man muss aber alles sicherheitshalber kontrollieren und so bot sich mir folgendes Bild als ich auf der „Elternseite" aufschlug. Als erstes sah ich das Musikantenstadl mittlerer Größe, mit 3 Zimmern, dahinter protzte aber Klein-Düsternbrook in seiner ganzen Größe und nahm mindestens 40 m² Platz weg, daneben stand klein, mickrig, nichtssagend mein Domizil: Klein-Gaarden nicht mit Blick auf See und mit satten 3 m². Jungs, sagt mal, welchen Teil habt ihr eigentlich nicht verstanden, als ich sagte: „Den Eingang bitte in Seerichtung"????? Oh Mann, alles muss man hier alleine machen. Los Coach Boone komm mit, wir müssen mal mein Zelt umdrehen, ich will schließlich auf den See gucken und nicht das ganze Wochenende die Protzhütte der Von und Zu Bloch`s vor der Nase haben *lach*. Coach Boone hat jedenfalls auch nicht schlecht gestaunt, es war bis jetzt mit Abstand das größte Zelt was wir jemals am See hatten. Seine Durchlaucht Lord und Lady Bloch hatten zwar das größte Zelt, dafür hatte ich aber den schönsten Blick - ääääätsch!!!! So, nun möchte ich aber auch erst mal nen Stückchen Kuchen und nen Käffchen. Als wenn man(n) das kilometerweit riechen konnte, schlug unser Finanzvorstand Sönke auf, dem ich dann erst einmal bei einer Führung durchs Gelände den Unterschied zwischen einem See und einem Teich erklärt habe. Ich glaube, jetzt hat er es endlich verstanden, ich bin schließlich ein Meister des eindringlichen Erklärens *grins frech*. Tja und dann die Geschichte mit dem Pavillon: man nehme 6 Eltern, 2 Coaches, Ronny mit dem Megaphon und das Chaos fängt an *grins*. Fazit: nach zweistündiger Bastelstunde, etlichem Hin und Her, 4 Stangen die „über" waren, stand das Ding jedenfalls. Ich fragte mich, wie lange wohl und war nur froh, dass es windstill war *schmunzel*.

Dann war es Zeit mit der Raubtierfütterung anzufangen und so wurde der Grill angeschmissen. Ich staune jedes Mal wieder, was die Jungs für Unmengen an Fleisch und Würstchen verdrücken können. So, das wäre erledigt, nun ist es an der Zeit zum gemütlichen Teil des Tages überzugehen. Es kann aber nicht gemütlich werden, wenn eine heiße Diskussion mit den Dreien vom Musikantenstadl entbrennt, ob nun Rammstein, oder Andrea Berg gehört wird. Dreimal dürft ihr raten wer gewonnen hat *guck völlig unschuldig*. Ich meine, es ist ja schließlich nicht so, dass wir jedem unsere Musikrichtung aufzwingen (wir nicht, aber die Jungs *grins*), sie hätten es ja versuchen können, wenn sie denn darauf stehen, gelyncht, gevierteilt und ein nächtliches Bad im See nehmen zu wollen. Also, ich für meinen Teil bin nicht lebensmüde und lass mich da auf gar keine Diskussion mehr mit den Jungs ein, die haben bei mir sowieso immer gewonnen und absoluten Vorrang! Die letzten Hardcore-Bader kamen aus dem See, links von uns platzierte sich die Zockerrunde und rechts von uns die Lagerfeuerromantiker. Links forderte Don Corleone gerade 150 Ökken von Luigi, während man rechts diskutierte wie man den perfekten Marshmallow hinbekommt (DANKE Qubi, die waren echt lecker). Dann gibt es ja noch die Angelfraktion, die sich unbedingt Knicklichter in diese Nase stecken muss, was für Folgen das hat, sah man 24 Stunden später. Manchmal glaube ich wirklich ich bin im falschen Film - UND wir mittendrin - ich liebe Zelten am See!!! Langsam wurde es ruhiger und nach und nach verschwanden die Jungs und so konnten auch wir uns endlich in Ruhe aufs Ohr haun. Ruhe? Die Ruhe sah wie folgt aus: ich hatte mich gerade gemütlich in meinen Schlafsack gekuschelt und wollte sanft entschlummern, als irgend so ein Irrer meinte lauthals in die Nacht brüllen zu müssen. „Hey, pass mal auf Troubadix, ich brauch jetzt meinen Schlaf und wenn hier nicht gleich Ruhe herrscht, mutier ich zum Tier und tape Dich". Als wenn der nächtliche Schreihals meine mordlüsternen Gedanken erraten hätte, war endlich Ruhe.

Um viertel nach sieben, war dann allerdings die Nacht zu Ende, dank meines Handys, dass mich ermahnte ja rechtzeitig aufzustehen, weil man ja noch Brötchen aus der hiesigen Dorfbäckerei holen musste, die man natürlich schlauerweise nicht vorbestellt hatte. Ich schälte mich aus dem Zelt. Hilfeeee, ich kann mich nicht bewegen. Jeder Knochen tat mir weh, es war kalt und es gab keine gute Fee die den Kaffee schon fertig hatte, wat für ein Morgen. Es erschien Coach Boone auf der Bildfläche: „Moin Coach, Du siehst ja auch total Sch… aus" - *grins* so etwas hört man(n) doch bestimmt gerne am frühen Morgen. Während Coach Boone das Stromaggregat anschmiss, hatte ich schon die Kaffeemaschine befüllt. Ich fahr dann jetzt mal zum Bäcker, sag mal Coach: „Wie seh ich eigentlich aus?" - „Wie Pumuckel" - einige Jungs die unter Schlafstörungen litten grinsten sich einen. Man eye, MÄNNER. Wenn ihr jetzt Brötchen haben wollt, solltet ihr ein wenig freundlicher sein *grummel*. Schnell ein bisschen durch die Haare gewuselt u. los ging’s Richtung Bäcker. Ich liebe ja diese Dorfbäcker. Hier ist die Welt noch in Ordnung: die Dorfbevölkerung meint erst mal nen Klönschnack halten zu müssen, während ich in Gedanken üble Verwünschungen ausstieß und von meinem Kaffee träumte. Dann durfte ich endlich mein Sprüchlein aufsagen: „Moin, ich hätte gerne 50 Brötchen"! Die Bäckermaid guckte mich völlig entsetzt an und fragte noch einmal nach. „Jaaaaa 50" - sprech ich so undeutlich??? Spricht die Landbevölkerung eine andere Sprache??? Bäckerin: „Sie machen wohl Witze?" - „Lady, seh ich so aus als wenn ich Witze mache???? Ich hab noch keinen Kaffee gehabt, bin also wirklich äußerst übellaunig und wenn ich jetzt nicht sofort meine Brötchen kriege, passiert hier gleich ein Mord". Ich muss wirklich ziemlich böse geguckt haben, denn die arme Frau fing hastig an zu zählen. Die gute Frau wollte mir gerade Geld abknöpfen, als ich auch noch zwei Brote forderte, langsam bekamen die Leute hinter mir einen panischen Gesichtsausdruck und ich wurde wacher *grins diabolisch*, ich hätte ja zu gerne auch noch Kuchen bestellt, aber den sollten wir ja von unserem Lieferservice Nachmittags bekommen. Zurück am See, wurde ich von den mittlerweile erwachten Eltern mit den Worten begrüßt: „Oh Sanne, das tut uns aber leid, der Kaffee ist gerade alle". Wenn dies tatsächlich wahr gewesen wäre, hätte ich spätestens jetzt einen Mord begangen. Aber es freut mich, liebe Eltern, das ich am frühen Morgen mit meinem entgeisterten Gesichtsausdruck, so zu Eurer morgendlichen Erheiterung beigetragen habe. Nach und nach erschienen nun die Jungs zum Frühstück, um danach gleich wieder in den See zu springen. Wo nehmen die eigentlich die Energie her UND wollen die Jungs eigentlich den Rekord in Dauerbaden aufstellen???? Ich stellte mir erst einmal eine Liege in die Sonne, um meine müden Knochen zu erwärmen und Nicky bei ihrem Putzwahn zu beobachten. Niiiiiiickyyyyyy, wir sind hier am campen und nicht zu Hause, hier muss es nicht besenrein sein, außerdem ist Kinderarbeit am See erlaubt *grins über alle backen*.

Coach Boone verpieselte sich erst einmal und murmelte etwas von einem Termin. Ja ne, is schon klar Coach. Der wollte doch nur duschen und noch ein kleines Nickerchen halten, während wir krampfhaft versuchten nicht allzu fertig auszusehen. Zu diesem Zwecke sind Wellnessprogramme ja ganz hilfreich. Die einen versuchten es mit Akupunktur *brrrrrrrr* dat kann doch nicht gesund sein, die anderen versuchten an ihrem desolaten Äußeren pfeilen zu lassen. Als ich mich gerade im Zustand „So-darf-mich-nur-mein-Friseur-sehen" befand, schlug Max der HC der Junior Canes auf. Aaaaah - hilfe Nicky, mach es schnell wech, wie peinlich. Aber Max, ganz Gentleman, hat es natürlich ignoriert. Hoffe ich doch, zumindest habe ich noch keine wilden Geschichten über mich gehört. Was tat Max als Erstes??? NATÜRLICH - mit den Jungs Football spielen. Ich erhielt Fotografierverbot, habe mich aber einfach darüber hinweggesetzt und doch ein paar Schnappschüsse ergattert und bin schnell zurückgeschlichen auf meine Liege, um mich von Nicky weiter „quälen" zu lassen.

Als ich da so mit geschlossen Augen, still meinem Elend ergeben (OK - ich schreib es ja schon, um der Wahrheit gerecht zu werden: ich habe den ganzen See zusammengejault) lag, hörte ich folgende liebreizende Stimme: „Saaaannneeee" und leises Gekicher im Hintergrund. Also, wenn ein Spieler schon so meinen Namen ausspricht, ist das ja schon ein Gefahrenzeichen, leises Gekicher im Hintergrund verheißt auch nix Gutes und man kann sich dann nur noch überlegen: ignorier ich das Ganze geflissentlich, oder ergebe ich mich gleich meinem Schicksal?! Ich entschied mich für die zweite Variante und schlug ahnungslos die Augen auf. Es folgte ein gellender Aufschrei meinerseits und in 0,00001 Sekunden hatte ich fluchtartig die Liege verlassen. Denn vor meinem Gesicht wedelten schlammbeschmierte Hände rum, an denen ein ebenso, von Kopf bis Fuß, schlammbeschmierter Curtis hing, der unbedingt das Bedürfnis hatte diesen Schlamm loszuwerden. Toll Jungs, vielen Dank - mal ganz davon ab, dass ich kurz vorm Herzinfarkt stand bei diesem unerwarteten Anblick, freut es mich, dass ich wieder einmal zu Eurer allgemeinen Belustigung beigetragen habe und erzählt mir nie wieder etwas von wegen Schlamm ist wie eine Verjüngungskur *grimpf*. Erwähnte ich eigentlich schon, dass ich Kinder hasse???? Ein positives hatte die Sache jedenfalls, ich war für den Rest des Tages topfit und immer auf der Hut, man kann diesen kleinen Röhrenwürmern schließlich keinen Meter weit trauen. An alle Eltern, die das auch so urkomisch fanden: wartet nur bis sie auch mit Euch solche Späßchen treiben!!!!

Es war Nachmittag und unser Versorgungsgeschwader aus Kiel, rollte mit einer Fuhre Kuchen ein. Normalerweise riechen die Jungs es ja förmlich, sobald es etwas zu essen gibt, aber diesmal ließ sich merkwürdigerweise keiner blicken. Kein Wunder, denn alle Spieler waren im See und lieferten sich eine heiße Schlacht mit dem HC Max. Aus Rücksichtnahme und Wahrung der Würde eines HC`s wird hier an dieser Stelle natürlich nicht erwähnt, was für eine Art von Schlacht. Es sei nur so viel verraten: dem Geräuschpegel nach zu urteilen, hatten die Jungs jede Menge Spaß!

Es erschienen Elric, Rochi, Elena u. Kaja um uns einen kurzen Besuch abzustatten. Aaaah - das Rookieopfer Rochi erscheint, wir feixten uns einen. Und als wenn er es gerochen hätte, dass es Kuchen gibt, schlug auch wieder unser Finanzvorstand Sönke, diesmal mit Gemahlin Doris, auf. Wir hatten einen wirklich lustigen Nachmittag. Dann äußerte Sönke den Wunsch, einmal mit Doris über den SEE zu rudern. Aufgrund der Tatsache, dass die Jungs allerdings das Boot mit Beschlag belegt hatten, verwarf er diesen Gedanken wieder. Nix da, kurz ans Ufer und das Objekt der Begierde geordert: „Jungs, der Vorstand würde gerne mit seiner Gattin über den SEE rudern, ZZ - bringt das Boot her". Tja, was soll ich sagen, ohne wenn und aber kam das Boot ans Ufer, die Jungs wissen eben was sich gehört *strahl über alle backen*. Und so konnte Sönke seiner Doris, das Anwesen auch von der SEE-

Seite aus zeigen. (Noch einmal für Sönke: SEE = GROSS - Teich = klein, alles klar soweit?!)

Irgendwann erschien ein klitschnasser Max am Tisch. „Hey Max Du tropfst", „Ich weiß Sanne" - „Max trockne doch mal ein bisschen schneller, sonst kriegt Nicky gleich wieder ihren Putzwahn und fängt hier noch an zu feudeln". Während Rochi uns mit lustigen Polizeianekdoten unterhielt, holte Coach Boone seinen Laptop, damit wir auch vom See, dass Spiel der 1. Herren verfolgen konnte. Ein Hoch auf die Erfindung des UMTS-Sticks, es ist ja schließlich nicht so, dass wir im völligen Nirgendwo waren und Organisation ist schließlich das halbe Leben. Irgendwann kam jemand vom See nach oben, um uns mitzuteilen, dass Rochi gerade am Ufer stehen würde. Spontan sprangen, Coach Boone, Markus, Micha und ich auf - die Chance konnte man sich natürlich nicht entgehen lassen. Und ehe der arme Rochi wusste wie ihm geschah, landete er auch schon samt Klamotten unter wildem Gegröle der Jungs im See und hatte somit seine Eltern-Rookie-Taufe überstanden. EINE fehlt ja noch *grins übers ganze gesicht* aber da diese EINE es ja vorzog freiwillig im Badeanzug vorher ein Bad zu nehmen, lassen wir Ihr nun eine ganz besondere Rookie-Taufe zuteil werden *grins diabolisch* selbst Schuld, können wir da nur sagen. Es wurde langsam Abend und die ersten Jungs schrien schon wieder nach Essen. Also hieß es nun schnell, das Buffet aufbauen, den Grill anschmeißen und loslegen. Also, unser Buffet konnte sich wirklich sehen lassen, nebst Salaten, selbstgemachten Brötchen, hatten wir dann auch noch selbstgemachte Pizza. Uns ging es also richtig gut! AAABER: liebe Kurzbesucher, solltet Ihr noch jemals fragen, ob Ihr auch etwas nehmen dürft, drehen wir Euch den Hals um. DENN: alles was bei den Wild Canes auf dem Tisch steht, darf man auch nehmen, ohne zu fragen! Wir sind nämlich ausgesprochen gastfreundlich und freuen uns über jeden Besuch!!!!

Special @ Max: Hast Du das jetzt endlich verstanden?????? Aber ich fand Dein Gesicht schon nicht schlecht, als Du Dir das Stück Fleisch vom Grill genommen hast und Onno Dich fragte, ob Du jetzt etwa sein Stück Fleisch genommen hättest. Schade, dass ich davon kein Foto habe *grins frech*, das würde bestens in die Rubrik „Dümmste Gesichter der Season" reinpassen.

Es war noch nicht mal dunkel, da schrie die Romantikerfraktion schon nach einem Lagerfeuer und die Zockerfraktion kehrte auch wieder zurück. Also, gleiches Bild wie am Abend zuvor. Don Corleone forderte immer noch 150 Ökken von Luigi und die Lagerfeuerfraktion begann mit einem Spielchen der besonderen Art, dessen Ende vom Lied war, dass einige Spieler deutlich weniger Beinbehaarung besaßen, als vorher *grins*. Jungs - Ihr seid echt nicht normal, halt TYPISCH FOOTBALLER. Und natürlich gab es auch wieder das Marshmallow-Meistergrillen, bei dem ich wieder hervorragend, diesmal von Nele und Curtis, versorgt wurde. DANKE, das war echt lecker und superlieb von Euch!!!! Und dann kam unsere Angelfraktion (= unsere „Junior" Coaches nebst ihrem HC): diese Helden hatten sich zwar Köder geordert, aber leider keine Beleuchtung mehr. Merkt Euch Jungs: wer am Abend zuvor Knicklichter zweckentfremdet, muss in der nächsten Nacht im Dunkeln tappen *lach*. Zum Glück hatten wir ja noch ne Supertaschenlampe mit, die auch ihren Dienst getan hat. Wenn ihr mir allerdings das nächste Mal rechtzeitig Bescheid sagt, bastel ich Euch auch gerne schwimmende Teelichter für Eure Posen *grins über alle backen*.

Am späten Abend bekamen wir dann auch noch Besuch von Superman, mir bleibt auch wirklich nix erspart *schauder*. Danke - dieser Anblick wird mich ein Leben lang verfolgen. Vielleicht sollte dem Typen mal einer sagen, dass man Unterhosen UNTER der Jogginghose trägt und nicht darüber, sonst würden die Dinger nämlich auch Drüberhosen heißen - echt, hilf mir einer!!! Im Übrigen fällt diese Aktion garantiert unter die Rubrik „Erregung öffentlichen Ärgernisses" *lach*

Langsam wurde es still. Petra und Michael hatten sich in ihr Musikantennestl zurückgezogen, Lord Ronny und Lady Nicky in ihre Prachtvilla, Max hatte sich auf den Weg nach Hause gemacht und so waren Coach Boone, Anke und ich auf einmal alleine. Alleine - nicht ganz, denn ein paar Hartgesottene hielten es immer noch am Lagerfeuer aus. Hallo Jungs, habt doch ein bisschen Mitleid mit uns, wir sind doch nicht mehr die Jüngsten, war dass Stoßgebet was Coach Boone und ich gen Himmel schickten. Ihr wollt doch jetzt bestimmt auch schlafen gehen, IHR SEID MÜDE, verdammt noch mal. Irgendwie schienen meine telepathischen Kräfte allerdings nicht zu wirken und so sah ich mich um halb eins, aus reinem Selbsterhaltungstrieb, gezwungen die Lagerfeuerromantik zu beenden: „So Jungs, halb eins Schlafenszeit - ab ins Bett". Alles guckte mich völlig entgeistert an: „Sanne spinnst Du, nee wir wollen noch nicht…." waren nur die netten Antworten die ich bekam, den Rest schenk ich mir lieber. Coach Boone und ich sahen uns schon bis morgens um drei da sitzen, als wir kaum unseren Ohren trauen konnten, da wir plötzlich hörten: „So, jetzt gehen wir ins Bett". Das war genau 5 Minuten nach meinem Auftritt und ich stellte mir die Frage wie ich das jetzt geschafft hatte. Schnell noch eine letzte Runde gedreht und dann konnten auch wir uns endlich aufs Ohr haun und selbst das lautstarke Schnarchen von Superman konnte mich daran nicht hindern, obwohl das wirklich schon unter nächtlicher Ruhestörung lief. Wenn Rochi da gewesen wäre, hätte ich Superman glatt weg abführen lassen und in Alt Duvenstedt einkerkern lassen.

Sonntagmorgen: ich versuche das fiese Klingeln meines Handys zu ignorieren, das klappt ganz prima. Das Knattern des Stromaggregates zu ignorieren welches um acht zum Aufstehen ruft, dagegen weniger. Eine halbe Stunde gelang es mir allem zu trotzen, aber dann musste ich mich aus meinem Schlafsack schälen, denn ich musste ja den Kampf mit der Bäckerin aufnehmen. Aber oh Wunder, nichts von alledem musste ich tun. Denn die guten Geister: Anke, Petra und Michael hatten schon für Kaffee gesorgt und Anke hatte sich erbarmungslos in den Kampf mit der Bäckerin gestürzt. DAS, war mal richtig nett - sich einfach hinzusetzen und ein frisches Käffchen zu haben!!!!! Ein fettes DANKE dafür!!! Irgendwie ging dann alles ganz schnell. Die Jungs erschienen erstaunlicherweise recht früh zum essen, es wurde noch gemütlich gefrühstückt, schnell noch ein Bad im See genommen und dann begann auch schon das große Aufräumen. Die Zelte die wir im Schweiße unseres Angesichtes aufgebaut hatten, waren komischerweise viel schneller wieder abgebaut, als wir sie zuvor aufgebaut hatten. Ich frage mich, was da die Motivation von manch einem war *grins breit*. Na ja, nicht von allen *lach* die Von und Zu Blochs hatten es natürlich nicht ganz so einfach mit ihrer Luxusversion und brauchten Hilfe, aber auch das haben wir gemeinschaftlich hinbekommen.

@Ronny: Und dat nächste mal mein Lieber, komm mir nicht wieder mit nem angebrochenen Fuß und mach einen auf Mitleid mit Deinen Krücken *lach*. Vor Allem hast Du Megaphon-Verbot für den See !!!!

Das musste noch gesagt werden *grins*. Nach und nach trudelten auch die Eltern ein um ihre Kids abzuholen. Einige kamen schon recht früh und so hatten wir noch ein paar mehr helfende Hände. Pünktlich um 15.00 Uhr schlossen sich jedenfalls die Tore am See und alles war wieder so wie es vorher war - still, bis zum nächsten Jahr. Es gibt viele Menschen die großartige Ziele haben und ob sie diese jemals erreichen, ist fraglich. Wir hatten dieses Wochenende nur das eine Ziel, nämlich jede Menge Spaß zu haben und das ist uns mal wieder, wie immer, gelungen.

Fazit:

  • Zivilisation ist, alles was man(n) mitnimmt!
  • Ein Hoch auf Rammstein und Nieder mit Andrea Berg!
  • Wer keine Antwort weiß, hat keine Beinhaare mehr!
  • Knicklichter leuchten auch an ungewöhnlichen Orten!
  • Marshmallows schmecken immer!
  • Die Versorgungsaußenstelle Kiel, ist absolut unerlässlich!
  • Kacheln gibt es nur am Ofen, alles andere sind Fliesen!
  • Ein Pavillon hält auch, wenn ein paar Stangen fehlen!
  • Megaphone gehören verboten - erst Recht in Ronnys Händen!
  • Kinder haften für ihre Eltern: Superman lebt!
  • Bildung ist, wenn man weiß wie der Muskel heißt, der gerade schmerzt!
  • Auch Bullen können schwimmen!
  • Nach 3 Tagen stinkt man nicht mehr, sondern modert vor sich hin!
  • UND: Lang lebe die Anarchie!

ES WAR EIN GENIALES WOCHENENDE MIT EUCH UND HAT MIR SUPER VIEL SPASS GEMACHT!!!!!!

Dies schrieb, sehr gerne, für das coolste Team dieser Welt
Sanne (Euer Staff, der es mal wieder überlebt hat  )

@ Marina, Crishu, Maxi, Barbara, Bine, Maike, Nicky, Petra u. Anke:
Dank Euch, hatten wir ein wirklich reichhaltiges Buffet und es war wirklich
super lecker - DANKE dafür!!!!!

@ Coach Boone:
Sag mal, welchen Teil von „Ich hätte gerne meinen Kaffee, schwarz, morgensum acht am Zelt" hast Du eigentlich nicht verstanden???? Dat üben wir nochmal!!!!!
@Sönke u. Max:
Wenn wir sagen, dass die Veranstaltung um 15.00 Uhr zu Ende ist, dann kann man(n) sich auch meist darauf verlassen *schmunzel*!!! Aber lieb, dass Ihr extra noch vorbeigekommen seid und helfen wolltet - das haben wir auch noch nie erlebt!!!!! Ihr seid uns jederzeit, gerne herzlich willkommen!

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