Beobachtungen der B-Jugend Spieler mit den Augen eines Vaters:
Vorgeschichte:
Im vergangenen Jahr besuchte ich mit meiner Familie in Kiel an der Spiellinie das Kids-Festival bei schönstem Ostseewetter.
Auf Höhe der Wasserschutzpolizeistation wurden wir aufmerksam auf einen Stand der
Kiel Baltic Hurricanes. Dort wurden durch die anwesenden Spieler Freikarten für das Spiel gegen die „Assindia Cardinals“ in Kiel verteilt. Mein Sohn und ich entschlossen uns, mit ein paar Freunden von ihm zu diesem Spiel zu gehen. Eine Entscheidung die unser ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte!
Zu den Fakten:
Nach dem Spiel zu Hause angekommen, war F. Feuer und Flamme für diesen Sport, wobei ich mir dabei aber nichts weiter dachte, da mir das Spiel und das „Drum- herum“ genau so gut gefiel.
Eine Woche darauf, hatte meine Frau mit ihm zusammen das Internet durchforstet und gesehen, dass es die Kiel Wild Hurricanes gibt und er sich entschloss sich das Training anzusehen. Gesagt getan, hingegangen und vom „Virus FOOTBALL“ infizieren lassen. Eine aufregende Saison bei den Kiel Wild Hurricanes als Flag- Football Spieler sollte beginnen. Highlights wie die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt und dem Team Thunder(Schleswig Holstein Auswahl), festigten den Durchhaltewillen meines Sohnes und der ganzen Familie. Ein absolut Prima Coaches-Team und viele nette Eltern der andere Jungs und Mädchen machten es aber auch zugegeben leicht, dem Virus zu folgen. Andere Events, welche die Jungs und Mädels weiter zusammen schweißten haben uns davon überzeugt: F. hat die richtige Entscheidung getroffen.
Ein faires Miteinander, genauso wie Respekt und Teamgeist haben meinen Sohn deutlich geschult und positiv beeinflusst.
...nach diesem erfolgreichen Flag-Football-Sommer kam der nächste Schritt : die B-Jugend !
In der vergangenen Saison wurde klar, dass eine B-Jugend „gegründet“ und damit der heiß erwartete Schritt zum Tackle- Football gegangen werden sollte. Für F. kam ein greifbares Ziel näher. Nach Sichtung der infrage kommenden Jugendlichen der Kiel Wild Hurricanes, unter anderem eben auch F., wurde er in die neu gegründete Mannschaft aufgenommen.
Strike! Wer hätte das nach so kurzer Zeit gedacht.
Die ersten Trainingseinheiten in der „Indoor- Season“ wurden in den zwei zur Verfügung stehenden Sporthallen in Kiel durchgeführt. Mein „Großer“ war immer noch mit totalem Willen, Spass und Durchhaltevermögen bei der Sache. Die blauen Flecken an den Knien, Ellenbogen, und Schulter nahmen merklich zu, was der Sache aber keinen Abbruch tat; mehr noch, es gab einen zusätzlichen Kick.
Am Rande erwähnt, wurde der Zeitraum bis die angekündigte Ausrüstung wie Helm, Shoulderpads sowie Protektoren eintrafen für den „Großen“ zur Ewigkeit (für uns auch, da er ständig danach fragte). Dann war er da, der lang ersehnte Tag mit der Lieferung des Equipments und des damit verbundenen Anlegens der Ausrüstung. Da stand er, „stolz wie Oskar“ und das erste Mal mit dem echten Gefühl in der Brust „ich bin ein Football Spieler“ versehen.
Ich gebe es zu, auch seine Mama und mich machte das irgendwie Meter größer vor Stolz.
F. konnte in den Folgewochen das Training kaum abwarten. Auch wenn nun die blauen Flecken deutlich zunahmen, aber auch die konditionelle Form deutlich stieg. Ich hatte trotz der guten Ausrüstung das ein oder andere Mal beim Training Atemstillstand, wenn ich sah, wie rau die Jungs miteinander umgehen. Dies sieht aber Gott sei Dank immer schlimmer aus, als es ist!
Die Wochen verflogen und inzwischen wird wieder auf dem Nordmarktsportfeld in Kiel am Mittwoch und Freitag trainiert. Ich kann allen Eltern und Jugendlichen nur empfehlen, einfach mal zu Training zu gehen, zuzuschauen oder mitzumachen.
Ich freue mich schon richtig darauf, dass erste Spiel meines Juniors gegen die Hamburg Rookie Huskies am 17.04.2010 zu sehen.
P.S.
Unsere Tochter ist inzwischen auch von dem „Virus“ befallen und spielt auch bei den „Wild Canes“. Selbst mich hat die Sache dahin gehend inspiriert, dass ich jetzt bei den Senior Flags spiele.
Soviel aus meiner Sicht als Vater eines Spielers.
Viele Grüße
M. Dierks